Krypto-Glossar

Inflation

Inflation ist dein Geld, das an Kraft verliert — gemessen daran, wie viel eine Einheit davon kaufen kann.

Steigende Preise sind das, was du siehst. Sinkendes Geld ist das, was passiert.

Inflation entsteht, wenn die Geldmenge schneller wächst als die Menge der Dinge, die man dafür kaufen kann. Der Mechanismus ist derselbe, ob das neue Geld als Silber aus einem Berg in den Anden auftaucht, als römische Münze, der man still das Silber entzogen hat, oder als Einlage, die beim Bewilligen eines Kredits auf ein Konto geschrieben wird.

Direkt messen lässt sie sich nicht, denn das Geld ist der Maßstab, der schrumpft. Also messen Statistikämter stattdessen einen Warenkorb: einen repräsentativen Satz von Gütern und Dienstleistungen, immer wieder geprüft. In den USA werden dafür rund achtzigtausend Preise pro Monat erhoben und danach gewichtet, wofür Haushalte ihr Geld tatsächlich ausgeben.

Die veröffentlichte Zahl ist ein Durchschnitt, deine persönliche Inflationsrate ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere. Fast alle Zentralbanken streben bewusst 2 % pro Jahr an statt null.