Krypto-Glossar

Fiatgeld

Eine Fiatwährung ist durch nichts Anfassbares gedeckt: Sie existiert, weil eine Regierung sie zu Geld erklärt — und weil wir alle sie weiter wie Geld behandeln.

Fiat ist Latein für «es werde getan». Hinter einer Fiatwährung steht keine Ware: Du kannst nicht in eine Zentralbank gehen und deinen Schein gegen Gold tauschen.

Das gilt für praktisch jede große Währung seit dem 15. August 1971, als Präsident Nixon die Einlösbarkeit des US-Dollars in Gold beendete. Er nannte den Schritt vorübergehend. Zurückgenommen wurde er nie.

Viele schließen daraus, Fiatgeld sei durch nichts gedeckt. Genauer ist: Es ist durch eine Übereinkunft gedeckt — eine sehr große und sehr gut organisierte. Gesetze machen es zum gesetzlichen Zahlungsmittel, Steuern sind in dieser Währung zu zahlen, und Hunderte Millionen Menschen nehmen sie täglich an, ohne darüber nachzudenken.

Diese Übereinkunft ist bemerkenswert haltbar: Sie überlebt Kriege, Rezessionen und schlechte Regierungen. Aber sie bleibt eine Übereinkunft — und genau deshalb sind Hyperinflationen möglich.